Denkmalschutz auf Downhillfahrt

Der Tönsberg bei Oerlinghausen ist eine der bedeutendsten prähistorischen Höhensiedlungen in Westfalen. In vorbildlicher Art und Weise hat sich in den letzten drei Jahrzehnten die Öffentlichkeit dem Schutz dieser Stätte verschrieben und dafür Millionen an Euro für Flächenerwerb und Schutzmaßnahmen in die Hand genommen. Umso schmerzlicher ist deshalb, was in den letzten Tagen dort oben geschieht: Durch den nahezu industriellen Betrieb von Downhill-Trails mitten im Denkmalschutz- und Naturschutzgebiet wurden in den letzten Tagen archäologische Ressourcen in katastrophalem Maß für immer zerstört. Downhill ist eine Radsportart, bei der es um möglichst steile Abfahrten geht. Je steiler die Geländeneigung, desto stärker ist die Bodenerosion, da die Fließgeschwindigkeit des Wassers bei steigender Neigung zunimmt. Verletzen die Räder die Bodenoberfläche an diesen Steilhängen, entstehen schnell tiefe Erosionsrinnen. Am Tönsberg kann man das gut an den frühen, vor ungefähr 15 Jahre alten Trails ablesen. Aber auch für den Bau einer Sprungschanze werden Erdbewegungen von mehreren Kubikmetern notwendig.
Die neu angelegten Downhill-Trails wurden am Tönsberg genau dort positioniert, wo es weh tut: An der frühmittelalterlichen Quellfassung, im Bereich des zangenartigen Westtores und auf einer besonders empfindlichen Fläche in der Mitte der Anlage. Mit chirurgischer Präzision haben die Trailbauer unbewusst genau dort den Spaten angesetzt, wo maximaler Informationsverlust mit minimalem Aufwand erzeugt werden konnte. Kein Raubgräber und kein Harvester haben dem Denkmal jemals so geschadet wie diese Aktion.
Dass man beim Bau der Rampen nicht gekleckert, sondern geklotzt hat, zeigt die Abbildung 1.

Sie wurde mitten in der prähistorischen Siedlungsfläche aufgenommen. Die Trasse ist mehrere Meter breit. Dort wo Erdmassen in solchen Ausmaßen bewegt werden, ist natürlich die archäologische Substanz großflächig zerstört. Abbildung 2 zeigt eine riesige Materialentnahmegrube: An dieser Stelle wird sicher nie wieder etwas zu finden sein. Frühmittelalterliche Quellbecken sind eine große Rarität in Europa. Wie Abbildung 3 zeigt, führt eine neue Trasse mit voller Wucht in die über tausend Jahre alte Konstruktion.
Wie geht man damit um? Jedem ist natürlich bewusst, dass sich eine Höhensiedlung nicht rund um die Uhr überwachen lässt. Das macht sie zum Freiwild für die unterschiedlichsten Nutzungen. Der Bodendenkmalpflege ist die Gefahr, die angesichts der astronomischen Mountainbike-Verkaufszahlen auf die prähistorischen Wallanlagen zurollt (oder vielmehr abrollt), seit längerem bewusst. Überall zwischen Garmisch und Goslar gibt es Initiativen, Aufklärungsarbeit und Kooperationsversuche. Ein großes Problem dabei ist die öffentliche Wahrnehmung in einer Medienlandschaft, die „Fun“ als nahezu ethische Größe vermittelt und im Gegenzug offen oder unterschwellig den Denkmalschutz als Spaßbremse beschreibt. Dadurch kommt es bundesweit immer wieder zu denselben Kommunikationsketten:
- Irgendwo wird ein besonders krasser Eingriff in einem Natur- oder Denkmalschutzgebiet durch illegale Downhilltrails beobachtet.
-  Die Denkmalpflege oder die Naturschutzbehörde wendet sich in ihrer Not an die Öffentlichkeit.
- Wie aus dem Nichts erscheinen in Reaktion darauf Sprecher der Szene (Sprecherinnen sind hier deutlich unterrepräsentiert), meist eloquente, smarte und telegene Vertreter des biologisch geläuterten jungen Bürgertums. Sie sehen sich missverstanden und in die Illegalität gedrängt, weil die jeweilige Gemeinde ihnen ja noch kein geeignetes offizielles Downhillgebiet zur Verfügung gestellt hat. Die nächste legale Downhill-Line sei ja mehrere Kilometer entfernt - eine Wegstrecke, die man den vermeintlich jugendlichen Sportlern nicht zumuten könne. Die ganze Szene würde dadurch pauschal kriminalisiert.
- Lokalmedien und Lokalpolitik zeigen großes Verständnis für die Anliegen der jungen Erwachsenen. Den Denkmal- oder Naturschutzbehörden wird in der Folge gerne vorgeworfen, ihre Zonen nicht genügend durch Schilder auszuweisen.
- Die Folge: Der entstandene gesellschaftliche Schaden, der unwiederbringliche Verlust der eigenen Geschichte, wird verdrängt, ihm wird der Spaßgewinn einiger weniger als gleichbedeutende Größe gegenübergestellt.

Am Tönsberg ist es schwer zu behaupten, man habe nichts von der frühgeschichtlichen Höhensiedlung gewusst. Schließlich ist es der Hausberg der Stadt, zahllose Schilder, Apps und Infobroschüren hämmern die Bedeutung der Örtlichkeit unübersehbar ein. Überdies gibt es in der intensiv vernetzten Szene seit über 15 Jahren die Diskussion um die Problematik der (bis vor kurzem noch überschaubar kleinen) Tönsberg-Trails.
Gerade in Oerlinghausen hat man ein nachahmenswertes Konzept zum Umgang  mit Downhillern. Mit großer Umsicht haben die regierenden Parteien des Stadtrates einen runden Tisch mit den Downhillern gebildet - unter anderem, um eine legale Trasse zu finden. Downhiller erhalten in Oerlinghausen eine politische Aufmerksamkeit, die diejenige vieler anderer gesellschaftlicher Interessengruppen übersteigt.
Schließlich kann man die Verantwortung auch nicht auf uninformierte Einzeltäter schieben, die keiner kennt. Wie die Reifenspuren zeigen, hat die neue Trasse zahlreiche Nutzer, in einer wie gesagt eng vernetzten Szene. Vielmehr scheint die Schutzzone bewusst ignoriert zu werden, weil es dort eben am meisten thrillt. Die Söhne berufen sich dabei auf das, was sie von ihren Vätern gelernt haben: Freie Fahrt für freie Bürger.
Angesichts dessen mag es ein frommer Wunsch sein, daran zu glauben, dass sich die Szene selbst reguliert. Dennoch wird es auch in Zukunft der beste Weg bleiben, unermüdlich die Hand ausgestreckt zu halten. Denn die optimale Lösung des Problems sind natürlich Downhiller, die selbst erkennen, wo ihr Sport am wenigsten Schaden anrichtet.
Es nutzt letztendlich wenig, auf den Bikern herumzuhacken. Viel besser greifbar wären die eigentlichen Verursacher. Wie bei jedem Boom werden Mountainbikes produziert und produziert, ohne sich auch nur im Geringsten um die gesellschaftlichen Folgeschäden zu scheren. Einem Dive-Shop es zwar egal, ob der Vierzehnjährige, dem man gerade eine Höhlentauchausrüstung verkauft hat, am Wochenende jämmerlich im nächsten Karstgebiet sein Leben aushaucht. Aber die Fahrradbranche hält bekanntlich viel auf ein gutes Image. Würde sie nur im Promillebereich ihrer Gewinne Gelder für Aufklärungsarbeit bereitstellen, wäre der Konflikt deutlich entschärft. 

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Karl Banghard

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Kommentare

06.06.2021 | Karl-Eberhard Meier

Ich bin leidenschaftlicher Wanderer und nun schon seit 55 Jahren in Oerlinghausen lebend! Ich finde es einfach nur schade, wie unserer Jugend immer wieder aufs Neue Steine in den Weg gelegt werden! Anstatt tausend neuer Verbote zu erlassen, sollte man endlich auf die jungen Sportler zu gehen und vernünftige Alternativen anbieten!!! Immer alles nur zu verbieten, weil hier etwas geschützt werden muss, was vielleicht vor zigtausend Jahren mal da war, oder auch nicht, ist immer sehr leicht und schnell gesagt! Vorallem im Kreis Lippe ist man Spitzenreiter im Verbote erteilen und der Jugend jedweden Spaß am Sport im Keim zu ersticken!! ES SOLLTE SICH ALLE MAL IN DER PFALZ ODER IM SAUERLAND UMSCHAUEN UND EIN BEISPIEL DARAN NEHMEN!!!!!!

06.06.2021 | Anonym

Lieber Herr Banghard, vielen Dank für diesen außerordentlich spannenden und aufklärenden Beitrag zu den prähistorischen Höhensiedlungen und dem Denkmalschutz am Tönsberg in Oerlinghausen. Ich denke es ist wichtig, die dort zu findenden historischen Stätten zu schützen und nachhaltig zu erhalten. Dennoch lässt sich eine gewisse Emotionalität und Unsachlichkeit in diesem Text hinsichtlich der dort anzutreffenden Freizeitsportler nicht überlesen. Das finde ich persönlich sehr schade, da ich von einem Wissenschaftler einen grundlegend sachlichen Umgang mit kritischen Themen erwarte. Ihre emotionale Verbindung zu den prähistorischen Stätten und der dort zu findenden Einmaligkeit ist jedoch vollkommen nachvollziehbar. Allerdings bin auch ich in der Wissenschaft (in den Ingenieurwissenschaften) und kann die hier vorzufindende Subjektivität sowie längst empirisch widerlegte Behauptungen (Stichwort Bodenerosion) und die getroffenen Aussagen nicht unkommentiert stehen lassen. Ich gebe Ihnen vollkommen Recht, dass die Beschädigung der am Tönsberg befindlichen Höhensiedlungen nicht tragbar ist und auch einen nachhaltigen gesellschaftlichen Schaden erzeugt. Sie liegen richtig damit, dass sich Freizeitsportler am Tönsberg schon seit über 15 Jahren aufhalten und durchaus entsprechende Downhill-Strecken angelegt haben. Dies geschah vermutlich nicht mit der Absicht die dort befindlichen prähistorischen Stätten zu beschädigen, sondern durch Unwissenheit und mangelnde Aufklärung. Es ist daher in Frage zu stellen, welche Aufklärungsarbeit diesbezüglich schon in den Anfangszeiten dieser Aktivität geleistet wurde. Somit ist am Tönsberg ein Spot gewachsen, welcher irgendwann eine gewisse Größe erreicht hat und wo durchaus, wie in der von Ihnen gezeigten Abbildung 1, auch akzeptable Grenzen überschritten wurden. Hierbei gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Jedoch ist es so, dass der von Ihnen genannte „nahezu industrielle Betrieb von Downhill-Trails“ am Tönsberg schon seit Jahren nicht mehr stattfindet. Die dort zu findenden Strecken sind seit geraumer Zeit für Radfahrer und zum Teil selbst für Wanderer kaum zu betreten. Der Zugang zu dem diskutierten Areal ist durch willkürliche Baumfällarbeiten selbst für Wanderer sehr schwierig und die seit Jahren genutzten Mountainbikestrecken sind durch eine präzise Platzierung von gefällten Bäumen blockiert. Hinzu kommt, dass sich in Oerlinghausen die Freizeitsportler in großem Umfang in den letzten Jahren auf das Gebiet im Schopketal konzentriert haben. Hier wurden Strecken und der Sport geduldet. Dort haben sich deshalb auch die meisten Downhiller und Mountainbiker aufgehalten, um ihren Sport zu betreiben. Das Gebiet am Tönsberg wurde zusätzlich auch wegen der öffentlichen Kritik von einem Großteil der Sportler gemieden. Hierbei sei auch noch einmal erwähnt, dass entgegen ihrer recht unsachlichen Kritik die Mountainbiker enorm divers sind. Es gibt somit nicht den Downhiller bzw. die Downhillerin. Menschen, die dieser Freizeitaktivität nachgehen, sind gleichermaßen männlich, weiblich und divers. Genau so stammen diese aus unterschiedlichsten Gesellschaftlichen Schichten. Sie treffen hier Akademiker, Handwerker, Arbeiter etc. Genau so gut treffen Sie aber auch viele Familien, welche den Freizeitsport als gemeinsame Aktivität nutzen. Allen ist jedoch eine Sache gemein: Sie lieben die Natur und den Wald. Wald stellt für diese Menschen ein Erholungsgebiet dar und bietet die Möglichkeit einen tollen Sport zu betreiben. Nachhaltige Zerstörung bzw. Beschädigung von Natur oder, wie im Fall vom Tönsberg, von historischen Stätten, ist nicht das, was diese Menschen beabsichtigen. Des Weiteren möchte ich noch einmal auf das Thema Bodenerosion im Kontext der Mountainbiker eingehen. Ich finde es sehr Schade, dass sich diese Behauptung schon seit Jahrzehnten stetig hält und immer wieder als Argument Nummer 1 genannt wird. Wobei es unter anderem durch Wissenschaftler der Universität Bayreuth empirisch widerlegt ist. Hierzu können Sie sich gerne folgenden Beitrag aus dem Bayerischen Rundfunk ansehen (ca. ab Minute 3 wird auf das Thema eingegangen): https://www.br.de/mediathek/video/freizeitsport-mountainbiker-im-konflikt-mit-mensch-und-natur-av:60a77957d81f780007de03a4 Zusätzlich hat auch der Sportverein am Deister ein externes Gutachten zur Bodenerosion durch Mountainbiker erstellen lassen. – Mit dem gleichen Ergebnis – Mountainbiker erzeugen nachweislich nicht mehr Bodenerosion, als es herkömmliche Wanderer tun. Spannend ist auch die im BR gezeigte wissenschaftliche Betrachtung des Einflusses von Mountainbikern auf den Wildbestand. – Auch hier gibt es keinen signifikanten Einfluss – Am interessantesten ist jedoch die Aussage von Herrn Lorke vom Fichtelgebirgsverein: „Wir reden miteinander und versuchen eine Lösung zu finden und Konflikte, die sich woanders anbahnen gar nicht so aufkommen zu lassen“. Leider sind es genau solche Beiträge, wie der von Ihnen, Herr Banghard, welche durch mangelnde Sachlichkeit, mangelnde Objektivität und offensichtliche Emotionalität eher Konflikte schüren, statt wissenschaftlich aufzuklären und das nachvollziehbar kritische Thema Mountainbiken am Tönsberg lösungsorientiert zu diskutieren. Zum Ende möchte ich noch einmal die Ihnen prognostizierte Gefahr durch „astronomische Mountainbike-Verkaufszahlen“ und die Verantwortung der Fahrradbranche eingehen. Auch hier fehlt mir eine grundlegende Sachlichkeit und objektive Betrachtung der Themen. Es ist richtig, dass vor allem durch die momentane Situation im Kontext der Covid19-Pandemie die Verkaufszahlen von Fahrrädern enorm gestiegen sind. Hierbei handelt es sich aber nun nicht nur um Mountainbikes, sondern genau so sehr um City-Räder, E-Bikes und Rennräder. Es ist allerdings so, dass auch im Mountainbikesport die Disziplin „Downhill“ eine Nische besetzt. Das bedeutet ganz klar, nicht jeder Käufer eines Mountainbikes fährt auch automatisch Downhill und auf extra dafür angelegten Strecken. Die Realität ist nämliche eine vollkommen andere. Freizeitsportler, welche wirklich aktiv und regelmäßig auf angelegten Strecken fahren, bilden nicht den Umfang der von Ihnen erwähnten Verkaufszahlen ab. Sie bilden eine Nischendisziplin (!) im Radsport. Es ist jedoch so, dass sich die Sportler, welche in dieser Disziplin aktiv sind, natürlich alle auf die gleichen und zahlenmäßig überschaubaren Strecken im Teutoburger Wald und somit auch zum Teil in Oerlinghausen konzentrieren. Darüber hinaus verstehe ich Ihren Vorwurf, dass auch Mountainbiker eine Verantwortung tragen und sich dem Schaden, welcher beispielsweise durch die Streckenbauarbeiten am Tönsberg entstanden ist, bewusst sein müssen. Die von Ihnen genannte Verantwortlichkeit der Fahrradbranche hinsichtlich einer sportlichen Nutzung von Waldgebieten bleibt allerdings kritisch zu hinterfragen. Der von Ihnen erwähnte „nachahmenswerte Umgang“ mit Downhillern in Oerlinghausen ist den meisten Menschen vollkommen unbekannt oder er scheint offensichtlich nicht zu existieren. Bitte nennen Sie hier doch einige Beispiele, aus dem Konzept, welches die Stadt Oerlinghausen hier entwickelt hat, um Ihr Argument nachvollziehen zu können. Gerne können Sie auch einen Link zu diesem Konzept teilen. Hier verweise ich allerdings direkt nochmal auf den Beitrag des Bayerischen Rundfunks. Schauen Sie sich das Beispiel aus dem Fichtelgebirge an. Dort hat man lösungsorientiert diskutiert und gemeinsam ein funktionierendes Konzept umgesetzt. Sie schreiben, dass die regierenden Parteien sich engagiert haben, um eine legale Trasse zu organisieren. Gibt es hierzu Ergebnisse? Gibt es eine solche legale Trasse wirklich? Mir sind hierzu leider keine Details bekannt, noch findet man im Internet oder auf offiziellen Plattformen, wie z.B. Komoot Informationen dazu. Die Realität sieht in Oerlinghausen leider anders aus. Schauen wir noch einmal auf das Schopketal, welches über Jahre hinweg eine sehr gute und geduldete Alternative für die Mountainbiker dargestellt hat. Geht man heute dort spazieren, so kommen einem die Tränen. Das gesamte Schopketal ist zerstört und abgeholzt worden. Es finden sich zahlreich Spuren von tonnenschweren Harvestern, welche zum Teil mehr als 50 cm tief in den Erdboden eingedrungen sind und sämtliches Unterholz beschädigt haben. Die dort verursachten Fahrspuren und die damit verbundene Bodenerosion wird, im Vergleich zu den Spuren von Mountainbikern, in den nächsten 5-10 Jahren sichtbar bleiben. Das Erholungsgebiet Schopketal und der dort befindliche Lebensraum ist in kürzester Zeit vernichtet worden. Dabei handelt es sich nicht ausschließlich um Nadelhölzer, welche aufgrund von Borkenkäferbefall abgeholzt werden mussten, sondern gerade in dem Bereich, wo auch Mountainbiker ihren Sport praktizierten, befand sich ein reiner Laubwald. Nun sind dies natürlich vollkommen unterschiedliche Gebiete und das eigentliche Problem am Tönsberg ist die Zerstörung der prähistorischen Stätten. Das ist denke ich für jeden Menschen mit normalem Menschenverstand ein nachvollziehbarer Verlust. Sie schreiben in Ihrem Beitrag selbst, dass es letztendlich wenig nutzt auf den Freizeitsportlern herumzuhacken. Dennoch ist dies oftmals der erste Tenor, welcher von unbeteiligten Bürgern, Förstern und Menschen in ähnlichen Positionen, wie Ihrer, angestimmt wird. Hierbei hat auch in den letzten 15 Jahren nur bei den wenigsten Menschen ein Umdenken stattgefunden. Nach wie vor werden Radfahrer regelmäßig als Naturzerstörer deklariert (was absolut der Unwahrheit entspricht) und respektlos behandelt. Daher rechne ich Ihnen diese Aussage sehr hoch an. Vielmehr besteht ein grundlegendes Problem seitens der Politik und definitiv auch seitens der Mountainbiker. Die Erfahrungen in anderen Bundesländern haben gezeigt, dass fehlende Strukturen, wie z.B. ein gegründeter Verein mit klaren Ansprechpartnern ein sehr großes Kommunikationshemmnis darstellen. Um gemeinsam nachhaltige Lösungen zu finden, bedarf es allerdings auch eines respektvollen Umgangs und dem grundlegenden Verständnis für die Sichtweisen des jeweils anderen.

06.06.2021 | Friedhelm Möller

Sehr guter und wichtiger Artikel, katastrophaler Zustand , die Oerlinghauser Parteien haben die Entwicklung durch ihre Presseunterstützung mit zu verantworten Vorsteher der Jagdgenossenschaft.

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